#WMT2020 – Who run the World?

Am 11. Okto­ber ist Welt-Mäd­chen­tag. Als welt­wei­ter Akti­ons­tag stellt er Mäd­chen in den Vor­der­grund, for­dert inter­na­tio­na­les Enga­ge­ment für Mäd­chen und ist zugleich das zen­tra­le Event der glo­ba­len Kam­pa­gnen zur Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit mit dem Hash­tag #WMT2020 – Nicht zu ver­wech­seln mit GNTM. Da pas­siert genau das Gegen­teil.

Männer und Frauen sind doch schon gleich­be­rech­tigt, oder etwa nicht? Global und im Detail betrach­tet auf keinen Fall. Hier in der Bun­des­re­pu­blik schon eher. Immer­hin erreich­te Deutschland Ende 2019 Rang 10 im Gleich­be­rech­ti­gungs-Index, vier Plätze besser als im Vor­jahr.


Corona macht es nicht besser. Ganz im Gegen­teil.

Was wei­ter­hin nega­tiv auf­fällt, ist die Ein­kom­mens­lü­cke zwi­schen den Geschlech­tern. Dieser wird sich wahr­schein­lich auch in nächs­ter Zeit nicht ver­bes­sern. Der Grund dafür: Fami­li­en, die sich wegen der Kita- und Schul­schlie­ßun­gen ent­schei­den muss­ten, wer seine Arbeits­zeit redu­ziert, ent­schie­den sich meist für die Frau. Klingt ja auch logisch: Oft ver­die­nen Frauen weni­ger als Männer. Wenn die öko­no­mi­schen Folgen der Krise aller­dings weiter anhal­ten, wird eine Rück­kehr zu den nor­ma­len Arbeits­zei­ten vor­erst oft nicht mög­lich sein. Also wird die Schere auf Dauer wohl noch weiter aus­ein­an­der gehen.


Kli­schee­haf­te Rol­len­bil­der sind für Ewig-Gest­ri­ge!

Aber zurück zu den Mäd­chen. Was haben sie damit zu tun? Ganz einfach: Kinder über­neh­men die Wer­te­vor­stel­lun­gen ihrer Eltern. Sowohl in Bezug auf die Kar­rie­re als auch bei den Rol­len­bil­dern. Das ist auch der Grund, warum es immer noch so ist, dass wir von klas­si­schen Mädels- und Jung­sbe­ru­fen spre­chen. Und diese werden auch immer noch bevor­zugt von den jewei­li­gen Geschlech­tern ange­nom­men und erlernt. Wenn wir also möch­ten, dass unsere Kinder künf­tig keine Angst haben, aus der Rolle zu tanzen (Wort­witz!), müssen wir ein stär­ke­res Bewusst­sein für eine Gender-Gleich­be­rech­ti­gung schaf­fen. Beid­sei­tig im Übri­gen. Mäd­chen sollen sich für Autos inter­es­sie­ren dürfen und Jungs mit Puppen spie­len.

Fotos von Pri­scil­la Du Preez und Larry Cray­ton auf Uns­plash

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Marion Endres - Inhaberin IDEENHAUS

Marion Endres

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