Black Friday 2020: Sarg­na­gel für Marken


Was steckt hinter dem Event?

Black Friday. Das klingt semio­tisch gese­hen zunächst auch erst einmal bedroh­lich. Schwarz, die Farbe des Todes, der Dun­kel­heit. Doch heut­zu­ta­ge löst die Ankün­di­gung des Black Friday rie­si­ge Vor­freu­de bei Kon­su­men­ten aus. Der Black Friday ist his­to­ri­scher Weise der Tag nach Thanks­gi­ving in den USA und der Start der Weih­nachts-Shop­ping-Season.

Woher der beson­de­re Name kommt, dar­über strei­ten die Gelehr­ten. Geht es um die Men­schen­mas­sen, die aus der Ent­fer­nung wie ein schwar­zer Ballen wirken? Geht es um die schwar­ze Tinte auf den Geld­schei­nen, die Hände schwarz färb­ten? Geht es darum, dass der Handel an diesem Tag von den roten in die schwar­zen Zahlen wech­seln kann? Auf jeden Fall hat er nichts mit dem Bör­sen­crash von 1929 zu tun, der war in den USA übri­gens an einem Don­ners­tag und nur in Europa (dank Zeit­ver­schie­bung) am Frei­tag.


Kon­sum­wahn­sinn in wahn­sin­ni­gen Zeiten

Aus Mar­ken­sicht betrach­ten wir den Black Friday schon immer sehr kri­tisch. Sobald Pro­duk­te über den Preis und nicht über den Wert ver­kauft werden, sägen Marken und Handel an ihrem eige­nen Stuhl. Natür­lich sti­mu­lie­ren nied­ri­ge Preise auch den Konsum, aber die Margen sacken in den Keller. Kon­su­men­ten warten mit Inves­ti­tio­nen, bis sie die Schnäpp­chen in den Waren­korb legen können. Und damit auch die Werte des Black Friday auf die eigene Marke über­tra­gen.

Nichts­des­to­trotz oder gerade des­we­gen wird auch dieses Jahr wieder der Black Friday von vielen Händ­lern und Marken publi­kums­wirk­sam insze­niert. Der Ver­sand­rie­se Amazon wirbt schon seit Wochen mit Pre-Black-Friday-Schnäpp­chen. Gerade jetzt, wo viele Marken mit sin­ken­den Ver­kaufs­zah­len und großen Unsi­cher­hei­ten zu kämp­fen haben, ist dieser Aus­ver­kauf ein echt schwie­ri­ges Geba­ren, das man­chem Unter­neh­men auch noch auf die Füße fallen könnte.


Aber sparen Kon­su­men­ten denn wirk­lich am Black Friday?

Die Preise schei­nen natür­lich nied­rig. Gerade die Streich­prei­se, die sich oft­mals aber auf die unver­bind­li­che Preis­emp­feh­lung des Her­stel­lers bezie­hen und nicht auf ehe­ma­li­ge Preise zum Bei­spiel auf Amazon. Das glei­che Phänom betrach­te­ten wir ja auch schon beim Cyber Monday. Der Appell bleibt der glei­che: wer bei Amazon bestellt, sollte doch bitte zumin­dest noch eine gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on damit unter­stüt­zen. Denn das macht Amazon mit dem Pro­gramm Smile für den Nutzer sehr gut und einfach.


Hier gibt es noch was auf die Ohren!

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Foto von Joshua Rawson-Harris auf Uns­plash

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Maximilian Kratzer

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