Brand Cham­pi­ons 2022

29.11.2022

Was macht die wert­volls­ten Marken der Welt aus?

Die vielen Krisen in der Welt bedeu­ten nicht auto­ma­tisch Krisen für Marken. Denn, wie die Mar­ken­be­ra­tung Inter­brand in ihrem dies­jäh­ri­gen Best Global Brands Ran­king ver­öf­fent­lich­te, steigt der Wert der welt­weit wert­volls­ten Marken gleich­zei­tig stetig. Und ver­lo­ren 2021 noch 15 Marken an Wert, sind es dieses Jahr nur sieben Marken.

Qua­li­tät und starke Marken
gewin­nen an Wert

Apple, bereits seit 10 Jahren die wert­volls­te Marke der Welt, konnte den eige­nen Mar­ken­wert zum Bei­spiel um 18 Pro­zent auf nun 482 Mil­li­ar­den Dollar weiter stei­gern. Luxus-Marken wie Gucci, Hermès, Louis Vuit­ton oder Prada wach­sen mit einer durch­schnitt­li­chen Rate von 22 Pro­zent beson­ders stark. Die großen Gewin­ner heißen außer­dem Chanel, Micro­soft, Lego und Tesla. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg ihr Wert um min­des­tens 30%.

Die Top 5 des Ran­kings bilden Marken aus dem Tech-Uni­ver­sum: Micro­soft, Amazon, Google und Sam­sung folgen auf den Plät­zen hinter Apple. Danach ver­voll­stän­di­gen Toyota, Coca-Cola, Mer­ce­des-Benz , Disney und Nike die Top 10. Bei eben diesen zehn füh­ren­den Marken lässt sich sogar ein expo­nen­ti­el­les Wachs­tum beob­ach­ten. Doch was macht diese Marken aus?

Die Marke im Zen­trum

Die erfolg­reichs­ten Unter­neh­men der Welt begrei­fen ihre Marke als den ent­schei­den­den Wachs­tums­mo­tor. Sie begin­nen nicht mit dem Pro­dukt, son­dern mit der Marke. Das Geschäft wird um ihre Marke auf­ge­baut und hebt sie so ab von Kon­zep­ten, in denen die Marke um ein Pro­dukt gebaut wird.

Mar­ken­stra­te­gie: Diver­si­fi­zie­rung, Innovation und Fle­xi­bi­li­tät

Die Mar­ken­stra­te­gien gehen außer­dem über das Denken in Kate­go­rien hinaus. Der Wert der Marke wird genutzt, um das Unter­neh­men in unter­schied­li­chen Berei­chen wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Beson­ders die Top 5 Marken erfül­len durch ein erwei­ter­tes Port­fo­lio dif­fe­ren­zier­ter Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen eine Reihe unter­schied­li­cher Kun­den­be­dürf­nis­se und Auf­ga­ben. 

Klar begren­zen lassen sich die Auf­ga­ben­fel­der der großen Marken wie Apple und Google nicht mehr. Aus Kun­den­sicht erfül­len sie gleich­zei­tig viel­fäl­ti­ge Nutzen. Denn das Marken-Ange­bot wird auch in sich stän­dig ändern­den Zeiten immer wieder weiter an die Kun­den­be­dürf­nis­se ange­passt. Mit Apple kann man nicht nur in Kon­takt blei­ben, sich ver­bin­den. Man kann auch spie­len, arbei­ten oder bezah­len. Die Marke Apple berührt mitt­ler­wei­le die unter­schied­lichs­ten Lebens­be­rei­che, wodurch der Mar­ken­an­teil am Leben der Kunden steigt und damit auch der Mar­ken­wert (wirt­schaft­lich und emo­tio­nal)!

Wer hoch fliegt, kann auch tief fallen.

Doch erfolgreich bedeu­tet nicht unbe­sieg­bar. Das Durch­schnitts­al­ter der Top-5-Marken liegt bei gerade einmal 39,6 Jahren. Im Gesamt­durch­schnitt aller Top 100 Marken liegt diese bei 110 Jahren. Märkte sind umkämpft und die Geschwin­dig­keit enorm. In den 20 Jahren des Bestehens des „Best Global Brands“ Ran­kings, sind nur 36 Unter­neh­men im Top-100-Ran­king ver­blie­ben. Mehr als 140 sind wieder ver­schwun­den, dar­un­ter bekann­te Mar­ken­na­men wie Nokia, AOL, Yahoo! oder MTV. Trotz aller Innovation und Agi­li­tät, eine nach­hal­ti­ge Mar­ken­stra­te­gie und kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­ent­wick­lung der Marke sind uner­läss­lich.

Autor

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Max Krat­zer

Lei­tung Digi­tal

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