Markenprodukt


Schön anzusehen – Packaging von Beautyprodukten

Wenn es eine Produktkategorie gibt, die schon von Haus aus Wert auf ihr Äußeres legen muss, dann Beautyprodukte.

Schönheit und optische Erscheinung gehören hier wie selbstverständlich zum guten Ton. Und egal mit welcher Intensität an Leidenschaft, so ganz ohne Schönheits- und Pflegeprodukte kommt wohl niemand aus. Doch aus Markensicht ist es als Beautybrand nicht einfach zu bestehen und vor allem herauszustechen.

Denn der Markt ist voll. Und wird ständig voller. Man denke an den eigenen Drogeriebesuch: Jeden Tag ein neuer Aufsteller inklusive neuer Produkte, die man eigentlich nicht braucht und irgendwie, naja, dann doch. Und noch ein weiterer Aspekt prägt das Beauty-Marken-Leben: Instagram. Influenceraktivierungen im Fashion- und Beautybereich wirken vergleichsweise sehr erfolgreich und sind damit natürlich gleichzeitig auch omnipräsent – sprich: Die Konkurrenz schläft nicht. Außerdem wirkt sich die starke optische Ausrichtung, ja geradezu optische Fixierung, auf den Anspruch an das Packaging aus.

So arbeiten Labels mittlerweile mit gleicher Leidenschaft am Packaging wie an dessen Inhalt.

Schick, schicker, Glossier

Die US-Marke Glossier ist hier ein Paradebeispiel und wird entsprechend von den Beautyjüngern gefeiert. Eigentlich besticht sie durch ein simples Verpackungskonzept, jedoch kann man die viele weiße Freifläche auf den Tuben mit entsprechenden Stickern individualisieren.

Das erhöht nicht nur die Share-Wahrscheinlichkeit in den sozialen Medien, die Sticker haben es bereits zum Sammlerobjekt gebracht. Die Verpackung soll also auch was hermachen – auf Fotos und im Badezimmer. So wird Verpackung nicht nur ein Teil der Markenidentität sondern auch Bestandteil der Consumer Experience. Einzigartige Verpackungsinteraktionen sorgen für dringend benötigte Aufmerksamkeit unter den Konsumenten.

Rihannas Fenty Beautylinie entwickelte hierfür eine einzigartige und wiedererkennbare Honigwaben-Form für alle Produkte und kann sogar mit einem Glow-in-the-dark Packaging aufwarten.

Andere Verpackungen lassen sich von technischen Designs inspirieren. Auch hier liefert Innovator Glossier mal wieder ein Beispiel. Ihr blassrosa Parfümflakon erinnert optisch etwa nicht an einen Flakon, sondern eher an einen großen Kieselstein mit Einkerbung. Inspiriert von Swipes und modernem Tech-Design lassen sich entsprechende Produkte nicht mehr nur aufschrauben, sondern mit einer „Swipe-Bewegung” einhändig öffnen.

Ein haptisches Erlebnis, das gleichzeitig auch herausragend, im wörtlichen Sinne gemeint, ins Auge sticht. Die Orientierung an technischen Designs, ist dabei nicht nur praktischen Gründen geschuldet, sondern zollt auch dem Umstand Tribut, dass das Smartphone und seine Annehmlichkeiten einen wichtigen Teil in der Lebensrealität der Kundschaft spielen.

Innovation auch im Packaging ist in der Beautybranche für Marken also unerlässlich. Begehrlichkeit wird in hohem Maße mitbestimmt von dem Design der Produkte und ihrer Verpackungen, obwohl es vordergründig ja eigentlich um den Inhalt geht.

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Marcel Olek

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